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08.01.2020

Wie werde ich ein gefragter Arbeitgeber?

Welche Wirkung haben externe Auszeichnungen?

Autorin: Michaela Drascher

Die Zeiten in denen ein Unternehmen wie selbstverständlich die besten Mitarbeiter aus einem großen Pool an guten Bewerbern auswählen konnte, sind in den meisten Branchen vorbei. Angebot und Nachfrage haben sich mittlerweile gedreht. In vielen Branchen muss das Unternehmen intensiv und kreativ um die besten potenziellen Arbeitskräfte werben, um überhaupt wahrgenommen zu werden.

Möchte das Unternehmen darüber hinaus nicht nur wahrgenommen werden, sondern sich auch als attraktiver Arbeitgeber positionieren, gilt es, den zukünftigen und bestehenden Mitarbeitern etwas zu bieten. Hierbei geht es viel weniger um Finanzielles (wir wissen: Geld ist ein reiner Hygienefaktor), sondern vielmehr um nicht-monetäre Belohnungssysteme oder Karriere- und Entfaltungsmöglichkeiten. Außerdem müssen die Werte, für die das Unternehmen steht, sowie das Image attraktiv sein.
Schlicht gesagt, geht es darum, Einzigartigkeit in der Arbeitgebermarke herauszuarbeiten und eine Employer Value Proposition (EVP) aufzubauen.

Excellence und Employer Value Proposition – wie hängt das zusammen?

  • Exzellente Unternehmen haben im Aufbau einer Employer Value Proposition die Nase vorn. Es geht hierbei um alle Benefits, die ein Arbeitgeber seinen Mitarbeiterinnen anbietet. Und Exzellente Unternehmen haben hier einfach viel vorzuweisen.
  • Excellence unterstützt die Employer Value Proposition, denn Begriffe wie beispielsweise wertschätzend, nachhaltig, verantwortlich, agil oder innovativ, gehören für gewöhnlich bei exzellenten Unternehmen selbstverständlich zur Wertehaltung.
  • Oberflächliche Employer Branding Initiativen, schöne Inserate und frische Websites können kurzfristig kleine Erfolge bringen. Langfristig gesehen wird dies aber nicht ausreichen. Um beispielsweise in der schwer steuerbaren Kommunikation in sozialen Netzwerken und Mitarbeiterportalen gut bewertet zu werden, braucht es einfach die entsprechende Kultur und das respektvolle Umgehen mit den Menschen. Und das muss natürlich auch glaubwürdig nach außen kommuniziert werden.
  • Auf die Kompetenz, Entwicklung und die Wahrnehmung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird bei Exzellenten Unternehmen besonders geachtet – dies trägt sich folglich auch gut auf Social Media Plattformen und kann somit auch von den bestehenden Mitarbeitern glaubhaft kommuniziert und viral verbreitet werden.

Externe Auszeichnung als Nachweis lebendiger Excellence

Immer mehr Unternehmen stellen sich der Reflexion, wie das Unternehmen als Arbeitgeber gesehen wird, welche Unternehmenswerte nach außen als relevant transportiert werden. Und ob dieses Arbeitgeberimage dazu geeignet ist, die gewünschten Talente zu erreichen und für sich zu gewinnen.
Fest steht: Reputation wirkt. 

Welche Wirkung haben externe Auszeichnungen?

Externe Auszeichnungen sind motivierend nach Innen

  • Der Teamgeist wird gestärkt, gemeinsame Erfolge und erreichte Ziele werden nicht nur sichtbar sondern auch durch eine Auszeichnung belohnt.
  • Die Mitarbeiter können zeigen: „so gut sind wir“ bzw. bekommen auch das Feedback, dass sie gut sind. Und die meisten Mitarbeiter sind stolz darauf, für ein tolles Unternehmen tätig zu sein und auch selbst mit hervorragenden Leistungen zum Unternehmenserfolg beizutragen

Externe Auszeichnungen sind markenbildend bzw. markenstärkend nach Außen, denn:

  • Die Awareness wird enorm verbessert, die Bekanntheit des Unternehmens steigt.
  • Exzellente Leistungen werden sichtbar für Kunden, Partner, Lieferanten, das Umfeld.
  • Dadurch wird auch das Image des Unternehmens bei diesen Gruppen verbessert.
  • „Recognised for Excellence“ und der Brand «Exzellentes Unternehmen Österreichs» beispielsweise sind anerkannte Auszeichnungen und machen das Unternehmen glaubwürdig, da die Qualität des Unternehmens von einer unabhängigen Instanz bestätigt wird.
  • Beide Auszeichnungen wirken am Markt. Die ausgezeichneten Unternehmen haben eine deutlich höhere Empfehlungsrate und das macht bei der Werbung um „exzellente Mitarbeiter“ den wesentlichen Unterschied.

Fazit

Unternehmen mit einer starken Arbeitgebermarke wählen schlicht aus mehr und besseren Bewerbern.
Durch eine externe Auszeichnung wird die Bildung einer starken Arbeitgebermarke maßgeblich unterstützt.
Die Arbeitgeberattraktivität steigt, das Image wird besser, das Vertrauen bei (zukünftigen) Mitarbeitern wird gestärkt.

Tipp: Mittlerweile gibt es viele Auszeichnungen. Deswegen gilt es darauf zu achten, dass diese unabhängig, neutral und vertrauenswürdig sind. Andernfalls sind die positiven Effekte nicht gegeben.

Zur Autorin

Mag.(FH) Michaela Drascher, M.A. arbeitet seit über 10 Jahren in der Quality Austria und ist dort für das Operations Management im Bereich Unternehmensqualität (EFQM) verantwortlich. Unter anderem betreut sie dabei seit vielen Jahren alle Teilnehmer und Assessoren im Staatspreis Unternehmensqualität. Sie ist Assessorin, Trainerin, Validatorin und Gutachterin.

www.staatspreis.com

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Kontakte:

Mag. Nicole Mayer, MSc
Business Development Unternehmensqualität (EFQM)
E-Mail: nicole.mayer(at)qualityaustria.com
Tel.: +43 1 274 87 47-120

Manuela Eigelsreiter, MA
Operations Unternehmensqualität (EFQM)
E-Mail: manuela.eigelsreiter(at)qualityaustria.com
Tel.: +43 1 274 87 47-125