06. Mrz 2019

Die Verantwortung von exzellenten Organisationen, wenn es um Innovation geht

Excellence und Innovation

Wir sind alle verantwortlich für eine lebenswerte Zukunft. Jeder Mensch, die Politik und jede Organisation kann dazu beitragen. Für einen echten Erfolg, bieten diese drei Säulen nur kollektiv hohe Tragfähigkeit. Wichtig dabei ist, wie wir unsere Aufmerksamkeit auf bestimmte Situationen lenken. So beeinflussen wir unser System und dessen Entwicklung. Der Wechsel von reaktiven Responses und Schnelllösungen und symptombezogene Maßnahmen zu generativen Responses, welche systematisch die Kernthemen adressieren, ist mit Abstand die wichtigste Leadership-Herausforderung unserer Zeit.

Es gibt zwei unterschiedliche Quellen für kognitive Leistungen: die eine ist die Anwendung von existierenden Frameworks (Downloading) und die andere der Zugriff auf das innere Wissen und das Ermöglichen seines Hervorkommens. Alle echten Innovationen in Wissenschaft, Business und Gesellschaft sind auf Basis von letzterem entstanden.

Der erste Schritt bei der Innovation ist in der Regel „Beobachten“, aufhören downzuloaden und beginnen zuzuhören. Das bedeutet, Gewohnheiten abzulegen und voll in Situationen einzutauchen. Dann reflektieren: unser Wissen mit den Beobachtungen verknüpfen und auf unsere Rolle bei dieser Veränderungsreise besonders achten. Jetzt kommt das Handeln: die Zukunft durch unser Tun explorieren und experimentieren! Mit einer ersten Phase der Findung der Gemeinsamkeiten (co-initiating) und einer abschließenden Phase, die auf Review, Nachhaltigkeit und Weiterentwicklung der praktischen Ergebnisse (co-evolving) abzielt, bilden diese fünf Schritte die „Theory U“, entwickelt von Otto Scharmer, Senior Lecturer am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Diese Theorie setzt bei der Vertiefung der individuellen Leadership-Kompetenzen und der Gestaltung von echten Dialogräumen an.

Die Initiative „Vienna4Change“, geleitet von Dr. Christian Wurm von der Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23) der Stadt Wien, versucht seit September 2018 diese Theorie auf Anwendbarkeit für die Entwicklung einer Stadt zu erproben. 35 Teilnehmer aus unterschiedlichen Organisationen bündeln ihre Kräfte, um durch Innovationen die bestmöglichen Voraussetzungen für eine noch lebenswertere Stadt zu kreieren. VAMED-KMB, der technische Betriebsführer des AKH Wien und mehrfacher Preisträger beim EFQM Global Excellence Award, wirkt in diesem Prozess mit.

Durch die Entwicklung des Wiener Innovationsmodells VIENNO gemeinsam mit dem AKH Wien und der FH Kärnten legte VAMED-KMB schon 2016 Grundsteine für einen Prototyp der „Theory U“: ein kollaboratives und skalierbares Innovationsmodell im Gesundheitswesen. VIENNO ist ein Vehikel für den Rückgriff auf unsere kollektive Kapazität nach „Theory U“. Es ist ein Innovationsmodell zum Fortschritt der Gesellschaft, das auf echte Innovationen durch Zusammenwirken von Wissenschaft, des öffentlichen Sektors, der Zivilgesellschaft und last but not least der Wirtschaft abzielt.

Damit zeigt VAMED-KMB wie alle Grundkonzepte des EFQM-Modells in einem außergewöhnlichen Innovationsansatz integriert werden können.

 

Quellen:

  • VIENNO – the Vienna Innovation Model: a collaborative approach
  • VIENNO - the Vienna Innovation Model: why scalability matters
  • Vienna4Change
  • Otto, Scharmer; (2018): The Essentials of Theory U: Core Principles and Applications: Berrett-Koehler Publishers

Zur Autorin

Portrait Mozghan SadrDipl. Ing. Mozhgan Sadr, MBA ist im Gesundheitswesen bei der VAMED-KMB tätig. Zuständig für strategische Planung und Innovationsmanagement unterstützt sie die Weiterentwicklung des EFQM Excellence Modells. Sie hat 2017-2018 das CoP Projekt „The future of the EFQM Model“ für die EFQM geleitet. Sie leitet seit 2009 die Benchmarkingplattform der VAMED mit den renommierten Universitätsklinken in der D-A-CH Region. VAMED-KMB ist der technische Betriebsführer des AKH Wien und mehrfacher Preisträger beim Staatspreis Unternehmensqualität und beim EFQM Global Excellence Award.

www.vamed.com

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