02. Mai 2019

Kultur macht den Unterschied

We, us, more!

Wie kann eine exzellente Unternehmenskultur geformt werden? Was macht eine exzellente Kultur aus? Und welche Rolle spielt Führung bei der Gestaltung von Unternehmenskultur?

Mit ziemlicher Sicherheit ist dir schon einmal das Kulturebenen-Modell von Edgar Schein untergekommen. Das Modell beschreibt verständlich die unterschiedlichen Ebenen von Unternehmenskultur. Von unbewussten und verborgenen Grundannahmen über kollektive Werte, die Verhalten beeinflussen bis hin zu bewussten, sicht- und steuerbaren Verhaltensweisen, Artefakten und Ritualen. Daneben existieren noch unzählige weitere Modelle, z.B. von Mary Jo Hatch, Geert Hofstede, Edward T. Hall, Tom Peters und Robert Waterman uvm.  Zur Quelle 

Wie kann Unternehmenskultur beeinflusst werden?

Was nützen diese Modelle und dieses theoretische Wissen über Unternehmenskultur? Wie kann die Kultur bewusst gestaltet werden?

Immerhin sprechen wir hier von einem gemeinsamen Wertegerüst, von gemeinsamen Einstellungen und Überzeugungen, einem gemeinsamen Menschenbild…all das ist nicht so einfach zu beeinflussen. Oder doch?

Auch wenn einige Aspekte von Kultur schwer zu steuern sind, da vieles im Verborgenen und unbewusst stattfindet oder auch viele externe Einflussfaktoren schwer gesteuert werden können - einige Elemente lassen sich dafür umso bewusster gestalten.

Führung, Motivation, Engagement und Kompetenz der Menschen sind wesentliche Faktoren, die Unternehmenskultur prägen. Bei exzellenten Unternehmen wird diesen Faktoren - wie guter Führung - sogar eine besonders hohe Bedeutung beigemessen.

Was bedeutet "gute" Führung?

„Gute“ Führung materialisiert sich ganz einfach gesagt in: Zeitliche Verfügbarkeit, nachvollziehbare Kommunikation und nachvollziehbare Entscheidungen, Konsequenz und Konsistenz im Tun sowie im Verstehen und Beherrschen von entsprechendem Handwerkszeug.

Laut Sprenger lässt sich Führung in diese fünf Kernaufgaben zusammenfassen

  • Menschen führen: sich selbst führen, Menschen entwickeln und fördern
  • Zusammenarbeit organisieren: Besinnung auf ein gemeinsam zu lösendes Problem
  • Ziel- und Wertkonflikte entscheiden: Mut, Klarheit, Nutzung des Handlungsspielraums, Konsequenz
  • Transaktionskosten senken: Organisation, Abläufe, Systeme und Werkzeuge effektiv und effizient gestalten
  • Zukunftsfähigkeit sichern: Beschäftigung mit dem Wichtigen und nicht mit dem Dringlichen, Strategiearbeit

Durch gute Führung können Motivation, Engagement und Kompetenz der Mitarbeit wesentlich gefördert werden.

Wodurch kann Unternehmenskultur noch geformt werden?

Zusätzlich zu Führung tragen eine transparente Kommunikation sowie Wertschätzung, Anerkennung und Respekt fördernd zur Gestaltung von Unternehmenskultur bei.

Es gehören auch vermeintlich banale Dinge dazu, wie zum Beispiel die Kaffeepause am Nachmittag oder das Mittagessen. Es muss auch informelle Kommunikation zwischen den Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen stattfinden können.

Auch Teamevents wirken sich positiv auf das WIR-Gefühlt aus und auch gemeinsame Erfolge dürfen und sollen sogar gefeiert werden. Kaum etwas anderes formt Teamgeist und Unternehmenskultur so stark, wie der Stolz und die Freude auf gemeinsam Erreichtes.

Warum ist Unternehmenskultur wichtig?

Unternehmenskultur ist ein ganz klares Differenzierungsmerkmal. Und das ist z.B. dann wichtig, wenn es darum geht, die besten bzw. vielmehr die „richtigen“ Mitarbeiter - also jene Personen, die am besten zum Unternehmen passen - zu finden und an das Unternehmen zu binden. Das wiederum trägt zum nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens bei.
Eine solide Unternehmenskultur ist zudem eine wichtige Basis und hilft dem Unternehmen, in Zeiten des Wandels gut zurecht zu kommen und Umbrüche und Veränderungen gut zu meistern.

Zur Autorin

Netzwerkpartner

Mag. (FH) Michaela Drascher, MA

Project Assistant QMD Services

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