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30.06.2017

Endlich ein Modell, das etwas nützt.

Ein Überblick zum EFQM Kriterienmodell.

Autorin: Michaela Drascher

Heute wollen wir uns näher mit dem Kriterienmodell des EFQM Excellence Ansatzes beschäftigen. Wenn ihr euch schon einmal gefragt habt, was es mit dem Modell auf sich hat, wie es aufgebaut ist oder was es eigentlich nützt, dann seid ihr hier genau richtig. Eines schon einmal vorweg: Das EFQM Excellence Modell ist unglaublich vielseitig, gut einsetzbar und JA, es ist definitiv sehr nützlich.

Wofür ist das Modell gut?

Einfach gesagt: Mit dem Modell strukturieren und messen wir Unternehmensqualität. Das EFQM Modell ermöglicht einen Gesamtblick auf ein Unternehmen, es gibt einen Rahmen vor, der dem Unternehmen hilft, keinen Bereich im Unternehmen zu vergessen. Man kann es auch als einzelne zueinander gewichtete Puzzleteile sehen, die zusammen ein ganzes Bild ergeben. Es besteht aus drei Teilen: die Grundkonzepte der Excellence, das Kriterienmodell sowie die RADAR Logik.

 

Wie ist das Kriterienmodell aufgebaut?

Zu den Grundkonzepten und zur RADAR Logik findet ihr in Kürze einen eigenen Blog-Beitrag. Nun aber wenden wir uns konkret dem Kriterienmodell zu.

Das Kriterienmodell beschreibt praxisorientiert, welche Anforderungen an ein exzellentes Unternehmen gestellt werden. Dafür ist das Modell in neun Hauptkriterien gegliedert, die sich wiederum in 32 Teilkriterien unterteilen.

 

Vier Hauptkriterien beschäftigen sich mit den Ergebnissen (Results) des Unternehmens (Kundenbezogene Ergebnisse, Mitarbeiterbezogene Ergebnisse, Gesellschaftsbezogene Ergebnisse sowie Schlüsselergebnisse). Hier werden sowohl die Wahrnehmungen (also die Sichtweise des Interessenpartners – z.B. aus Befragungen) als auch die vorab definierten und gemessenen Leistungsindikatoren zu den einzelnen Interessengruppen angesprochen, auf ihre Relevanz hinterfragt und bewertet.

Fünf Hauptkriterien sind Befähigerkritierien (Enabler). Sie betrachten die gewählten Vorgehensweisen und Maßnahmen, die im Unternehmen zu den Ergebnissen führen, in den Bereichen Führung, Strategie, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Partnerschaften und Ressourcen sowie Prozesse, Produkte und Dienstleistungen. Und so wird das Kriterienmodell für gewöhnlich dargestellt:

 

Wie nützt mir das Modell nun, um mein Unternehmen weiter zu entwickeln?

Ursache- und Wirkung der getätigten Vorgehensweisen und Maßnahmen (Befähigerkriterien) auf die Ergebnisse (Ergebniskriterien) werden sichtbar (Sind die Regelkreise geschlossen?). Das Modell liefert dir keine konkrete unternehmensspezifische Checkliste oder Vorgehensbeschreibung. Noch besser: Zu jedem der 32 Teilkriterien werden Beispiele und Ansatzpunkte dargestellt. Diese Beispiele sind Anregungen dafür, welche Maßnahmen ein erfolgreiches Unternehmen zum jeweiligen Thema umsetzen könnte.

Das Kriterienmodell ist sehr offen gehalten und daher universal anwendbar für Unternehmen unterschiedlicher Größe, Art (Profit und Not-for-Profit), Branche und für alle Arten von Geschäftsmodellen. Durch die Beschäftigung mit den im EFQM Modell adressierten Ansatzpunkten wird eine Lernkurve in Gang gesetzt. Kreativität und Innovation sowie Benchmarking werden angeregt, Kultur und Vorgehen werden reflektiert. Und das ist doch einfach toll und wünschenswert für jedes Unternehmen, oder?

Ist dir das noch nicht genug? Wie wäre es mit diesen weiteren Argumenten:

  • Das EFQM Modell ist ein ganzheitliches Modell und gibt einen Überblick über alle Bereiche, die den Unternehmenserfolg ausmachen. Es liefert einen roten Faden, um transparent messbare Leistungen darzustellen und dient als Werkzeug zur systematischen Weiterentwicklung eines Unternehmens.
  • Das EFQM Modell zeigt den Reifegrad einer Organisation an. Es zeigt Wechselwirkungen zwischen den Maßnahmen und den Ergebnissen eines Unternehmens sowie den Auswirkungen. Dies dient als Basis für eine systematische Organisationsentwicklung.
  • Das EFQM Modell wird international eingesetzt. Bei einem Assessment bekommt man zusätzlich Benchmarks zu allen bewerteten Kriterien, von Personalmanagement über Wissensmanagement. Man kann sich mit anderen Top-Unternehmen vergleichen, auch auf internationaler Ebene, und sich selbst damit noch besser einschätzen. Durch den Vergleich erhält man  Ideen und Motivation für die eigene Entwicklung.

Überzeuge dich doch am besten selbst von der tollen Wirkung des Modells!

Zur Autorin

Mag.(FH) Michaela Drascher, M.A. arbeitet seit mehr als 8 Jahren in der Quality Austria und ist dort für das Operations Management im Bereich Unternehmensqualität (EFQM) verantwortlich. Unter anderem betreut sie dabei seit vielen Jahren alle Teilnehmer und Assessoren im Staatspreis Unternehmensqualität. Sie ist Assessorin, Trainerin, Validatorin und Gutachterin.

www.staatspreis.com

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Kontakte:

Mag. (FH) Michaela Drascher, MA
Operationsmanagement Unternehmensqualität (EFQM)
E-Mail: michaela.drascher(at)qualityaustria.com
Tel.: (+43 1) 274 87 47-125

Mag. Nicole Mayer, MSc
Business Development Unternehmensqualität (EFQM)
E-Mail: nicole.mayer(at)qualityaustria.com
Tel.: (+43 1) 274 87 47-120