19. Mai 2020

Oder: Was hat mein Joggen mit Business Excellence zu tun?

Mit Schwung kontinuierlich verbessern

Auf den ersten Blick hat meine sportliche Freizeitbetätigung natürlich sehr wenig mit Business Excellence zu tun. Aber auf den zweiten Blick gibt es sehr viele Gemeinsamkeiten, auf die ich gleich näher eingehen werde: nämlich die Freude daran, besser zu werden, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, sich mit anderen zu vergleichen und zu messen und stolz auf Erreichtes zu sein.

Auch ich habe vor einigen Wochen mit etwas gestartet, von dem ich nie, nie, wirklich NIEMALS dachte, dass ich es jemals tun würde. Nämlich mit Joggen.

 

Warum die anderen und nicht auch ich?

Ja, ich hatte schon unzählige Male von – wie ich sie damals bezeichnete – „Lauffreaks“ gehört, wie toll man sich fühlt und wie glücklich man ist, wenn man regelmäßig joggen geht, dass es so einfach ist, für jedermann und jederfrau geeignet, dass es hervorragend ist, um die Fitness zu steigern und der Gesundheit gut tut usw.

Trotzdem dachte ich immer: Ja, für die vielleicht. Ja, es mag auch sinnvoll sein und glücklich machen. Aber für mich ist das nichts. Ich fühle mich gut so wie ich bin. Ich will gar nicht fitter werden – eigentlich.

Ehrlich gesagt, kann ich auch nicht erklären, wie es kam. Vielleicht waren es die zahlreichen glücklichen Jogger, die ich täglich auf dem Weg bzw. von dem Weg zur U-Bahn sah. Alle wirkten zufrieden, mit sich selbst im Reinen, engagiert und fit. Ein Anblick so verlockend, dass mir kein Grund einfiel, nicht auch genau so sein zu wollen. Und ich stellte mir die Frage: Warum die anderen und warum nicht ich? Warum redete ich mir ein, dass glücklich und fit zu sein nichts für mich sei? Gedacht, getan. Ich hatte damals eine gewisse Grundfitness. Auch die dazu nötige Ausstattung hatte ich. Laufschuhe, Hose, Shirt. Also gab es absolut keine Ausreden.

 

Just do it! Einfach beginnen und besser werden.

Und auch eine solide Grundausstattung an Fachliteratur war gut verstaut in meinem Wohnzimmerregal vorhanden. Ich hatte – auch wenn ich es nicht eingestehen möchte – in der Vergangenheit doch immer wieder mit dem Gedanken geliebäugelt und mich mit zahlreichen Büchern, Artikeln eingedeckt und auch schon gelesen, wie Ungeübte am besten mit dem Joggen starten sollten.

Ich habe schnell die für mich wichtigsten Passagen überflogen, mein Basiswissen dazu also unkompliziert aufgefrischt.

Ganz nach dem Motto eines bekannten Sportartikelherstellers „Just do it!“ wollte ich einfach loslegen, bevor meine nicht rational erklärbare Motivation wieder verflogen war. Und ich tat es. Und es war toll. Ich war so glücklich und so stolz, als ich beim ersten Versuch mühelos 4km laufen konnte.

 

Stolz auf Erreichtes – Erfolge feiern

Für viele erfahrene Läufer mag diese Distanz nichts sein. Aber für mich waren diese 4km ein Riesenerfolg. Und dieser Erfolg hat mich dazu motiviert, weiterzumachen.

Und an dieser Stelle komme ich auch schon zu den Parallelen zu Business Excellence:

  • Auch wenn es dem Unternehmen eigentlich gut geht, es kann erstens immer besser werden und zweitens heißt das nicht, dass es auch langfristig so bleibt. Also besser mit Excellence starten, solange das Unternehmen erfolgreich ist. Denn dann ist es auch wesentlich einfacher (so wie bei mir: Ich hätte mir mit dem ersten Lauf wesentlich schwieriger getan, ohne meiner bereits bestehenden Grundfitness.).
  • Üblicherweise gibt es ohnehin schon einen Grundstock, auf dem du aufbauen kannst. Dein Unternehmen ist ja nicht ohne Grund so erfolgreich, z.B. sind vielleicht die Mitarbeiter besonders motiviert oder die Führungskräfte engagieren sich außerordentlich. Oder vielleicht gibt es in deinem Unternehmen definierte Prozesse oder eine klare Strategie.
  • Baue auf dem, was schon richtig gut läuft, auf und nach und nach wirst du selbst sehen, wo Verbesserungen nötig sind. So erfolgt ganz einfach eine für euch sinnvolle Organisationsentwicklung.
  • Auch ein vermeintlich kleiner Erfolg ist ein Erfolg! Für dich ein großer Erfolg sogar. Und auf den darfst du richtig stolz sein.

 

Vergleiche dich mit anderen – Tausche Best Practices aus

Anfangs war es mir egal, wie viele Kilometer ich wie schnell laufen konnte. Ich war einfach mit Freude dabei, war stolz auf mich. Aber irgendwann war ich derart von mehreren Erfolgen gestärkt, dass ich wissen wollte, bin ich schnell oder langsam unterwegs, wie schnell sind andere?

Ich begann also, mich zu vergleichen. Teils mit anderen Anfängern, teils mit solchen, die bereits seit Jahren regelmäßig joggen gehen und/oder auch schon an Laufwettbewerben teilgenommen hatten.

So konnte ich meine eigene Leistung besser einordnen und wusste, was möglich ist, welche Ziele ich mir zukünftig setzen könnte. Und ich nutzte die Gelegenheit, um mir von erfahrenen Läufern Tipps zu holen und mir ihre Erfolgsgeschichten anzuhören.

  • Exzellente Unternehmen vergleichen sich mit anderen Unternehmen, damit sie wissen, wie gut sie im Vergleich zu anderen sind. Suche dir durchaus auch herausfordernde Vergleiche mit den Branchenbesten. Lerne von anderen Unternehmen, um dein Unternehmen weiterzuentwickeln. Benchmarking ist eine tolle Chance für Verbesserung.

 

Verbesserung macht Spaß!

Und vor kurzem hat mich plötzlich der Ehrgeiz gepackt. Ich habe etwas gefunden, dass mich nicht nur glücklich macht, sondern auch fitter und stärker. Ich gehe jetzt mit viel mehr Energie durchs Leben als vorher.

Ich möchte auch anderen zeigen, wie gut ich bin. Aber vorwiegend möchte ich eigentlich mir selbst zeigen, wie gut ich bin. Daher werde ich demnächst auch an einem Laufwettbewerb teilnehmen. Ich weiß, dass ich wahrscheinlich nicht gewinnen werde. Aber für mich war klar: Wenn ich jemals an einem Wettbewerb teilnehme, dass ich es bald tun werde. Am besten sofort. Denn JETZT ist meine Motivation da. JETZT ist der perfekte Zeitpunkt. Ausreden würde ich sowieso immer finden, warum ich die Teilnahme verschieben sollte.

Und danach werde ich ermutigt sein, meinen Weg weiterzugehen. Mich zu steigern. Ich werde stolz sein und meinen Erfolg feiern.

  • Auch Unternehmen, die sich noch nie zuvor mit Business Excellence auseinandergesetzt haben, können an einem Bewerb, wie dem Staatspreis Unternehmensqualität, teilnehmen. Wichtig ist einfach, dass sie es tun. JETZT. Nicht irgendwann, wenn die Motivation wieder verflogen ist, wenn Projekte daran hindern usw. Sondern JETZT.
  • Denn auch Anfänger profitieren von einer Teilnahme. Sie ist einerseits Bestätigung für bisher erzielte Erfolge, aber auch anderseits Ermutigung sich zu steigern und Motivation für alle beteiligten Menschen. Die bisherige Leistung wird von extern bestätigt, das Niveau der Unternehmensqualität wird hervorgehoben und sichtbar für alle Führungskräfte, Mitarbeiter, Partner, Lieferanten und mit wem das Unternehmen sonst noch zu tun hat.
  • Und zusätzlich ist das rückgemeldete Feedback eine hervorragende Quelle, um Stärken zu stärken und Verbesserungspotenziale zu bearbeiten. Also: Einfach loslegen!

Hast du Lust bekommen, dich mehr mit Business Excellence auseinanderzusetzen? Vielleicht möchtest du sogar das Niveau der Unternehmensqualität deines Unternehmens ermitteln lassen?

Der Staatspreis Unternehmensqualität bietet hierfür eine ideale Gelegenheit. Zuerst das Anmeldeformular ausfüllen, dann den Fragebogen beantworten, danach den Vor Ort Besuch des Assessorenteams genießen und zu guter Letzt stolz auf eure bisherigen und zukünftigen Erfolge sein!

HIER kannst du dir dein kostenloses Exemplar des EFQM Modells downloaden.

Zur Autorin

Team

Mag. (FH) Michaela Drascher, MA (Karenz)

Operationsmanagement Unternehmensqualität (EFQM)

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