21. Feb 2024

Vom Site Visit zum Feedback

Am Ende steht der Konsens_Teil 2

HIER geht es zu Teil 1.

Nach sorgfältiger Vorbereitung auf das Assessment und zahlreichen interessanten Gesprächen während des Site Visits, kommt an dessen Ende die Suche nach dem Konsens – quasi der Heilige Gral eines Assessments anhand des EFQM Modells.

Feedback durch das Assessor*innenteam

Einer der größten Nutzenaspekte für Organisationen, die am Staatspreis Unternehmensqualität teilnehmen, ist das umfangreiche Feedback. Für viele stellt sich die Frage, wie die Assessor*innen zu dem meist sehr treffenden Feedback gelangen und das, obwohl das Assessor*innen Team nur einen relativ kurzen Einblick in die Organisation erhält und so bunt wie möglich zusammen gestellt wird (siehe auch Teil 1 dieses Artikels).

Die Teamzusammenstellung ist ausschlaggebend, die Assessor*innen bringen gemeinsam jahrzehntelange Erfahrung in verschiedenen Branchen, Geschäftsmodellen, Positionen und im Umgang mit dem EFQM Modell mit. Sie sind offen für andere Meinungen und Sichtweisen und sehen Bewerberorganisationen aus verschiedenen Blickwinkeln, die sie zu einem Gesamtbild zusammenfügen – fast wie ein Puzzle.

Das Konsensmeeting

Schon während des Site Visits werden Pausen – bei mehrtätigen Site Visits auch die Abende – von den Assessor*innen genutzt, um sich auszutauschen, entstandene Eindrücke abzustimmen und offene Fragen zu besprechen, um ein möglichst vollständiges und gut abgestimmtes Bild der Organisation zu erhalten.

Am Ende eines jeden Site Visits findet das Konsensmeeting statt. Das Konsensmeeting verfolgt zwei wesentliche Ziele: den Konsens darüber zu finden, welche Stärken und Potenziale in der Organisation gesehen wurden und die Bewertung anhand der RADAR-Logik (resultierend in einem Punktewert).

Jede Lead Assessor*in hat ihren eigenen Moderationsstil für das Konsensmeeting, aber es gibt eine ungefähre Agenda, die sich bewährt hat:

Die GROSSEN Themen

Welche Stärken und Potenziale wurden, unabhängig von der EFQM-Modellzuordnung,  gesehen,

  • die die Organisation als Ganzes betreffen?
  • die strategisch wichtig sind?
  • die relevant für den Fortbestand der Organisation sind?
  • die relevant für die wichtigsten Interessengruppen und deren Bedürfnisse sind?

Sub-Kriterium für Sub-Kriterium

Die Bewertung erfolgt auf Ebene der Sub-Kriterien, daher gilt es, zu jedem Sub-Kriterium einen Konsens zu den erlebten Stärken und Potenziale zu finden. Denn eine Bewertung anhand der RADAR Logik, die zu einem Punktewert führt, ist erst möglich, wenn Einigkeit über die die Stärken und Potenzial besteht.

Der Plausibilitätscheck

Wenn Sub-Kriterium für Sub-Kriterium besprochen und bewertet wurde, kommt der spannende Moment: Wie viele Punkte hat die Organisation unter dem Strich erreicht?

Erfahrene Assessor*innen haben meist ein sehr gutes Bauchgefühl, welcher Gesamtwert in etwa der Organisation entspricht. Daher findet nach der formalen Bewertung ein Plausibilitätscheck zwischen dem Bewertungsergebnis und der Erfahrung der Assessor*innen statt. Es wird auch überprüft, ob die Bewertung der Kriterien zueinander plausibel und nachvollziehbar ist. Ist der Punktewert bei Kriterien, zu denen besonders viele Stärken gefunden wurden, entsprechend hoch im Vergleich zu Kriterien, die weniger Stärken oder zahlreiche Potenziale aufweisen? Ergibt die Bewertung ein stimmiges Bild?

Vorbereitung des Feedback Gesprächs

Wenn der Konsens in Bezug auf Stärken, Potenziale und der Bewertung gefunden wurde, gilt es, das Feedback Gespräch vorzubereiten. Üblicherweise notiert sich die Lead Assessor*in, welche Stärken und Potenziale direkt angesprochen werden.

Das Feedback Gespräch beendet den Site Visit vor Ort, danach gilt es, die gefundenen Stärken und Potenziale im Feedback Report zu verschriftlichen.

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Wichtige Unterlagen: Anmeldeformular und Fragebogen

Kontaktieren Sie uns gerne persönlich!

Zur Autorin

Manuela Eigelsreiter, MA

Trainerin, Assessorin, Auditorin Expertin für das EFQM Modell und Organisationentwicklung

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